Prof. Dr. med. Gerd Gruber und                                        Dr. med. Christian Schamberger

Chirotherapie - Manuelle Medizin

Blockierungen durch spezielle Handgriffe lösen

Durch chirotherapeutische Handgriffe lassen sich Verschiebungen und Fehlstellungen der Wirbelsäule und Gelenke lösen, die Schmerzen und Verspannungen der Muskulatur verursachen. Der Chirotherapeut bezeichnet diese Funktionsstörung als Blockade, die er durch Mobilisation und Manipulation behandelt.


Die Mobilisation ist die weiche Technik der Chirotherapie. Der Chirotherapeut bewegt dabei die Gelenkflächen vorsichtig zueinander, sodass sie nach ihrer Entlastung in die richtige Position rutschen. Manipulationen gelten hingegen als "harte Technik", mit denen die gestörte Gelenkbewegung durch einen kurzen Impuls zielgerichtet verbessert werden soll. Während die Blockade sich löst, kommt es manchmal zu einem lauten Knacken; dieses Geräusch ist aber harmlos.

Ob bei einem Patienten solche Manipulationen durchgeführt werden können, ist von seinem Gesundheitszustand abhängig. Hat er zum Beispiel Knochentumore oder leidet er an Osteoporose (Knochenschwund), so kommen harte Techniken für die Therapie nicht infrage. Beim Verdacht auf eine Knochenerkrankung benötigt der behandelnde Arzt daher vor der Behandlung ein Röntgenbild.